Kapitalanlagen

Eine Kapitalanlage, auch Geldanlage genannt, dient dem Zweck, aus einem bestimmten angesparten Betrag einen höheren Betrag zu machen bzw. wenigstens den Wert der Anlagen beizubehalten. Es geht hier darum, so viel Rendite wie möglich zu machen. Kapitalanlagen müssen gut durchdacht werden. Eventuell sollte man sich bei entsprechenden fachkundigen Beratern melden und sich verschiedene Kapitalanlagemöglichkeiten erklären lassen, bevor man sich für eine solche entscheidet. Ein fachkundiger Berater wäre beispielsweise eine Vermögensberatung, aber Vorsicht, jeder kann sich als Vermögensberater bezeichnen, da dieser Beruf nicht geschützt ist und keine bestimmten Ausbildungskriterien vorliegen müssen bzw. bestehen. Es sollte also in jedem Fall darauf geachtet werden, dass man einen Vermögensberater engagiert, welcher das fachliche Wissen aufweisen kann bzw. der nötigen Kompetenz entspricht. Vermögensberater findet man zum einen in Ihrer Bank, wobei man davon ausgehen muss, dass dieser "seine eigenen" Produkte verkaufen will und daher nicht genug Objektivität einbringt. Zum anderen findet man in der Regel im Internet eine hohe Anzahl von selbständigen Vermögensberatern, wobei auch hier darauf geachtet werden sollte, dass dieser nicht an bestimmte Firmen gebunden ist, um der Objektivität beizusteuern. Zuletzt gibt es noch die Allfinanz Berater.

Es gibt verschiedene Formen für Kapitalanlagen, einmal das Bargeld, Sparguthaben herkömmlicher Art, Sparguthaben mit 3-monatiger Kündigungsfrist, Sparbriefe, Bausparen, festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Bausparverträge und viele mehr. Die Ziele einer solchen Kapitalanlage lassen sich leicht beziffern, zum einen soll eine hohe Sicherheit gegeben werden, daher auch Verluste vermeiden und den Wert der Anlage beibehalten, zum anderen hohe Rendite, das heißt, es soll ein möglichst hoher Gewinn aus der Kapitalanlage getragen werden. Des Weiteren soll eine Kapitalanlage auch schnell wieder zu Geld transferiert werden, um hohe Liquidität zu ermöglichen. Leider können diese Ziele nicht immer gleichzeitig umgesetzt werden, man spricht hier vom Dilemma des magischen Tetraeders. Das Sparen auf dem eigenen Girokonto bzw. zu Hause unter dem Bett wird im Grunde nicht als Kapitalanlage angesehen, da hier kein Ertrag erzielt wird in Form von Zinsen oder Ähnlichem. Es erscheint eher die Möglichkeit, dass das Geld sogar bei positiven Inflationsraten an Kaufkraft verliert. Ein Sparbuch, egal ob auf herkömmlicher Art oder in Form der Ansparung mit 3-monatiger Kündigungsfrist erscheint nicht als empfehlenswerte Kapitalanlage, da die Verzinsung hier bei nur 0,5 - 2,0% liegt. Eine Möglichkeit der Kapitalanlage bietet der Sparbrief. Hier wird bei der Sparkasse der Sparbrief erworben mit einer monatlichen Sparsumme, welche mindestens 50,00 € zu betragen hat, aber ansonsten frei gestaltbar ist. Hier verhält es sich so, dass man gegenüber der Sparkasse ein Wertpapier besitzt.

Meistens werden Sparbriefe besser verzinst als ein herkömmliches Sparbuch. Bei den Zinsen kann man zusätzlich unter zwei Optionen wählen. Zum einen kann man sich die Verzinsung halbjährlich oder jährlich auszahlen lassen, anders herum kann man aber auch den Sparbetrag in Höhe der angesammelten Zinsen kürzen und nur den Differenzbetrag einzahlen. Hier entscheidet der Kunde. Ein Bausparvertrag als Kapitalanlage wird zum Zwecke des Erwerbs einer Immobilie oder zur Ausbaufähigkeit bzw. Haltbarkeit einer solchen benutzt. Nach Ansparung von 40% und nach 18 Monaten hat der Bausparer ein Recht auf ein unkündbares zinsgünstiges Bauspardarlehen. Der Vorteil hierbei ist, dass enorm weniger Zinsen als bei einem banküblichen Kredit gezahlt werden müssen.

Der Erlös einer Kapitalanlage in Festverzinsliche Wertpapiere können bei einem Zinssatz zwischen 5% und 6% liegen, dieses richtet sich entsprechend der Lage am Kapitalmarkt, sprich der Börse. Verzinsliche Wertpapiere können bei Kreditinstituten gekauft werden. Mit diesen Pfandbriefen ermöglicht das Kreditinstitut sich selbst beispielsweise die Gelder für den Wohnungsbau. Wertpapiere haben bestimmte Laufzeiten, meistens belaufen diese sich auf 5 oder 10 Jahre. Nach dieser Zeit werden die Wertpapiere zum aufgedruckten Nennwert zurückgekauft. Ein Sparer kann seine Wertpapiere auch vorzeitig zu Geld machen, allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass bei diesem Verkauf der aktuelle Tageskurs an der Börse zählt, was also im Ganzen nicht garantiert, dass das Wertpapier auf seinem Stand bleibt, es kann auch weniger Geld geben. Andersherum kann ebenso mehr Geld gemacht werden. Hier sollte man stets die Börse im Blick haben. An der Börse können verschiedene Wertpapiere, Aktien und so weiter gehandelt werden. Eine Börse ist ein organisierter Markt.

Auf der gesamten Welt sind Börsen vertreten, wie zum Beispiel in New York, London, Tokio, Frankfurt, Hongkong sowie in weiteren vielen Städten. Man muss hier ebenfalls keine Berührungsängste mehr gegenüber der Börse haben, in der heutigen Zeit hat die Börse nichts mehr mit dem "Geschrei" von früher zu tun. Es gibt heutzutage den virtuellen Marktplatz bzw. virtuellen Handel, welcher von Handelsüberwachungsstellen sowie durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen der Börsen kontrolliert wird. Aktien und sonstige Wertpapiere können in einem sogenannten Depot aufbewahrt werden. Das Depot befindet sich in der Regel beim Kreditinstitut, welches seine eigenen Kapitalanlagen sowie die Kapitalanlagen der Kunden / Sparer aufbewahren und verwalten kann. Man spricht hierbei von einem Wertpapierdepot. Im Ganzen bleibt festzuhalten, dass es in jedem Fall Sinn macht, sich einen Berater zu suchen, dem man seine gesamte finanzielle Seite zum Zwecke der Kapitalanlage anvertrauen kann.

 

-------------------------------------------------

kostenloses Girokonto
-------------------------------------------------